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„Menschenkenntnis ist das Gold der Zukunft!“

22. Juni 2021, von Uwe Fendler

Die Fähigkeit, jede Verhandlung erfolgreich zu führen, unabhängig vom Gesprächspartner.

Welche Rolle wird der Betriebsrat in der Zukunft einnehmen? Unsere Welt und unsere Arbeitsumgebungen ändern sich. Auch wir als Menschen passen uns – und unsere Sichtweise auf die Dinge -permanent den Gegebenheiten an. Basis sind unsere Erlebnisse und individuellen Erfahrungen. Dies bildet sich auch im Außen ab und lässt sich am Kopf und im Gesicht ablesen.

Große Veränderungen haben das Potenzial, Desorientierung und Verunsicherung zu verursachen. Ist jetzt die Zeit reif, als Betriebsrat den Fokus zu erweitern, um dem Faktor Mensch in Verhandlungen noch mehr Aufmerksamkeit zu geben?

Jede Verhandlung läuft nach einer bestimmten Choreographie ab. Dieses Verhandlungsdesign geben sich die Verhandlungspartner in der Regel selbst. Es hängt stark von der gelebten Unternehmenskultur ab und bietet den Akteuren einen Rahmen und oft auch Sicherheit, da alle wissen, wer, an welcher Stelle, welche Rolle einzunehmen hat. So weit so gut – oder auch nicht!

Nicht selten gibt es Konstellationen, in denen sich Betriebsleitung und Betriebsrat als ebenbürtige Partner bei der Gestaltung und der Realisierung der Unternehmensziele verstehen. Der Umgang miteinander ist respektvoll und wertschätzend. Das Ziel ist überwiegend eine Lösung, die für alle Beteiligten akzeptabel ist. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Jeder hat das schon einmal erlebt: Schlagartig kippt plötzlich die Stimmung. Jemand hat zum „falschen Zeitpunkt“ das „Richtige“ gesagt. Jemand hat etwas in den falschen Hals bekommen. Der Mensch reagiert emotional und das Drama nimmt seinen Lauf. Eine einvernehmliche Lösung gerät außer Reichweite. Alte Wunden werden aufgerissen und gegenseitige Schuldzuweisungen und Rechtfertigungen resultieren in einem Machtwort oder einer Vertagung der Runde.

Sobald sich die Gemüter wieder beruhigt haben, wird den abgeklärten Zeugen der Eskalation meist recht schnell klar, woran es gelegen hat: Sender-Empfänger Missverständnisse oder eine gewollte Provokation und eine einkalkulierte Reaktion. Nicht selten dann die Frage: Hätte das vermieden werden können?

Wie kann eine Lösung aussehen?

Die Biologie des Menschen ist faszinierend aufgebaut. Und sie folgt einem Plan, der sich für den Bestand der menschlichen Spezies als sinnvoll und erfolgreich erwiesen hat. Da wir entwicklungsgeschichtlich noch gar nicht so lange über die Fähigkeit einer sprachlichen Kommunikation verfügen, war es hilfreich, dass die Individuen einer Gesellschaft ihre Talente und Eigenschaften schon anhand des äußeren Erscheinungsbildes erkennen konnten. Das war hilfreich bei vielen, oft lebenswichtigen Entscheidungen: Zu wem gebe ich meine Kinder in die Obhut? Wer soll mich auf der Jagd begleiten? Vor wem soll ich mich in Acht nehmen?

Heute verfügen wir über fast unbegrenzte Möglichkeiten der Kommunikation. Wir können fast jede Information, die wir über einem Menschen erhalten wollen, durch technische Hilfsmittel erlangen. Dadurch ist eine uns angeborene Fähigkeit in Vergessenheit geraten. Das Erkennen von Talenten und Fähigkeiten eines Menschen. Das Erkennen und Verstehen der Informationen, die uns die Biologie offen, kostenlos und freizügig immer und zu jeder Zeit zur Verfügung stellt. Wir benutzen diese Fähigkeit nur noch intuitiv. Wir lernen aus unseren Erfahrungen. Aus guten ebenso wie aus schlechten. Daraus entsteht dann das, was wir als „Menschenkenntnis“ bezeichnen.

Menschenkenntnis ist das Gold der Zukunft

In Verhandlungssituationen müssen wir im Moment auf das reagieren, was gerade passiert. Oder wir setzen selbst einen Impuls, um den Verhandlungspartner zu einer Reaktion zu bewegen. In einem persönlichen Gespräch ist es meist nicht möglich, sich technischer Hilfsmittel zu bedienen. Wir müssen individuell auf Basis unserer Menschenkenntnis und unseres Erfahrungswissens auf jede Situation angemessen reagieren, um eine gewünschte Reaktion herbeizuführen.

Das Wissen darüber, wie ein Gesprächspartner in einem bestimmten Szenario wahrscheinlich reagieren wird, kann für den Ausgang einer Verhandlung entscheidend sein. In seinem Workshop wird Uwe Fendler aufzeigen, wie wir bestimmte Talente und Eigenschaften bei uns selbst und bei unseren Mitmenschen an markanten Merkmalen im Gesicht erkennen können. Und wie wir diese Erkenntnisse erfolgreich in Verhandlungen einsetzen können. Er bietet einen faszinierenden Einblick in die Geheimnisse einer erweiterten Menschenkenntnis anhand von plastischen Beispielen aus seiner beruflichen Praxis.

Uwe Fendler

setzt seinen unternehmerischen Fokus auf die Ausbildung und das Coaching von Führungskräften. Als Gesichtsleser vermittelt er erweiterte Menschenkenntnis, die von jedem unmittelbar im täglichen Leben eingesetzt werden kann. Zur Verbesserung von Beziehungen im privaten und beruflichen Kontext, auf der Basis von gegenseitigem Respekt und Verständnis. Seine Zielgruppe ist der Mensch.

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