Burnout erkennen und handeln – wie kann der BR zu betriebsinternen Lösungen beitragen

Autorin: Marion Dietrich, Inhaberin der md-mentoring

Damit Stress und damit der Auslöser von Burnout bereits im Anfangsstadium kompensiert oder sogar von vorneherein vermieden werden kann, gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die Betriebsräte und Mitarbeiter schon im Vorfeld tun können. In vielen Fällen ist mit Stressbewältigung, Zeitmanagement, Entspannungstechniken und der Klärung der eigenen Ziele schon viel erreicht. Der erste Schritt gegen Stress ist daher Selbstschutz.

An Burnout zu erkranken bedeutet meistens ein deutlicher Einschnitt im Lebensverlauf, der in vielen Fällen auch mit längeren Arbeitsunfähigkeit verbunden ist. Betroffene berichten häufig, dass sie ihr (Arbeits-)Leben in ein „vor“ und ein „nach der Erkrankung“ einteilen.

So bitter die Erfahrungen einer Burnout-Erkrankung auch sein mag, beinhaltet sie aber die Chance, über eingefahrene Lebens- und Arbeitsmuster nachzudenken und diese neu auszurichten, oder überhaupt die Weichen für sich neu zu stellen.

Ein Unternehmen, und hier natürlich mit Unterstützung des Betriebsrats – da dieser zu den Themen ein Mitbestimmungsrecht hat – kann viel tun um seine Mitarbeiter vor dem Burnout-Syndrom zu schützen. Die passenden Maßnahmen zur Prävention können sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden. Deshalb ist es zunächst einmal wichtig, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, in die psychische Stressoren mit einbezogen werden.

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Dazu wird geschaut, ob jeder einzelne Stressor, wie etwa die Leistungsmenge oder vorhandene Zeitvorgaben, in dem Unternehmen vorkommt und wie stark er ausgeprägt ist. Zusätzlich wird überlegt, was optimal wäre. Anschließend werden gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet, um sich dem Soll-Zustand anzunähern. Eine solche Analyse lässt sich für alle Personengruppen in einem Unternehmen durchführen und zeigt ihre Burnout-Gefährdung auf.

Die vorgenommene Einschätzung muss jedoch nicht mit dem persönlichen Empfinden des einzelnen Mitarbeiters übereinstimmen. Deshalb ist es in der Burnout-Prävention auch wichtig, dass die Mitarbeiter zu einer Selbsteinschätzung aufgefordert werden. Können sie die Leistungen erbringen, die gefordert werden? Haben sie genug Zeit dazu?

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Thema Burnout enttabuisieren:

Auch wenn das Burnout Syndrom bei vielen Arbeitgebern noch ein Tabuthema ist, sollte es keinesfalls durch das Raster fallen. Deswegen sollte sich der betriebliche Arbeitsschutz mit der Thematik befassen. Zudem hilft eine aktive Informationspolitik die Belegschaft zur aktiven Mitarbeit zu bewegen. Ihre Mitarbeiter sollten erkennen, dass Sie Hilfe durch den Arbeitgeber erhalten.

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